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Wie Titandioxid wirkt Zinkoxid ebenfalls als Weißpigment. Es wird seit langem in Wandfarben zugesetzt, man spricht auch von „Zinkweiß“.

Seit 1866 wird Zinkoxid in Pudern und kurz darauf auch in Deodorants eingesetzt. Dies ist darauf zurück zu führen, dass Zinkoxid eine entzündungshemmende, reizlindernde, antimikrobielle und austrocknende Wirkung hat, wodurch es inzwischen auch in Cremes und Salben verwendet wird (Quelle). DIe antimikrobielle Wirkung wird aber auch bei Oberflächenbeschichtungen in Bereichen, in denen ein besonders hoher Hygienestandard gefordert wird (z.B. Arztpraxen oder Krankenhäuser), genutzt. In solchen Räumen können beispielsweise die Wandfarbe oder Holzlacke mit Nanopartikel versetzt werden.

 

UV-Absorber

Jeder kennt das angenehme Gefühl im Sommer, wenn die Sonne auf die nackte Haut scheint. Ebenso bekannt sind auch die negativen Auswirkungen von zu viel Sonne – der Sonnenbrand. Um diesen zu Verhindern verwendet man Sonnencreme. Diese absorbieren, reflektieren oder streuen die Wellenlänge des Lichtes, die für den Sonnenbrand verantwortlich ist, nämlich das UV-Licht. Es kann für viele weitere Produkte sinnvoll sein, vor UV-Licht geschützt zu sein. In Lacken beispielsweise können durch Einwirkung von UV-Licht die Bindemittelpolymere gespalten werden und der Lack geht kaputt. Zinkoxid absorbiert ebenso wie Titandioxid Strahlungen im UV-Bereich. Im Gegensatz zu organischen Absorbern haben diese Verbindungen auch einen Langzeit-Schutz. Früher war die Verwendung von Zinkoxid oder Titandioxid problematisch, da die Teilchen nicht transparent waren. Inzwischen verwendet man jedoch Nanopartikel, welche die Transparenz nicht verringern.

Tritt Licht von einem Medium in ein anderes, so ändert sich die Richtung. Man sagt das Licht wird in einem bestimmten Winkel gebrochen. Dieses Phänomen ist uns beim Übergang eines Lichtstrahls von Luft zu Wasser vertraut. In verschiedenen Medien ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit von Licht unterschiedlich groß. Um diese Geschwindigkeiten vergleichen zu können setzt man sie im Bezug zum Vakuum. D.h. das Verhältnis der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum und im Medium (hier handelt es sich um die gesuchte Verbindung) nennt man Brechungsindex (oder auch Brechzahl). Dieser Brechungsindex ist bei Zinkoxid 2,0 und bei Titandioxid 2,7.

Nicht nur die Teilchengröße sondern auch der Brechungsindex spielt bei der Transparenz eine große Rolle. Je geringer die Differenz der Brechzahlen, desto besser die Transparenz. Bei den vorhin angesprochenen Lacken bedeute dies, dass Zinkoxid besser geeignet ist, da die Polymermatrix einen Brechungsindex von ca. 1,5 hat.

Bei der Herstellung von Brillengläsern wird ebenfalls die UV-Undurchlässigkeit von Zinkoxid ausgenutzt, denn heute werden Kunststoffgläser oft mit Nanopartikeln aus Zinkoxid versetzt (Quelle).

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Strom durch Zinkoxid

Einige Forscher haben die unglaubliche Idee, mit einem T-Shirt Strom zu produzieren und so das Handy zu laden. Auch hier spielt Zinkoxid eine große Rolle: Zinkoxidfasern können durch Biegung Strom erzeugen, es wird also mechanische Energie in elektrische Energie umgewandelt. Dahinter steckt der piezoelektrische Effekt. Die Zinkoxidfaser ist vier Millionstel Meter dick und wird von einer flexiblen Kunststofffolie aus Polyimid umgeben. Durch diese Kunststoffhülle ist sie stabiler und außerdem vor Wasser geschützt. Bisher ist die Idee, das Handy selbst laden zu können noch Zukunftsmusik, aber wer weiß wie lange noch (Quelle).

 

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