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NORA 

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Wenn Gold rot wird

Schon in der Antike wurden Gläser wie z.B. Kirchenfenster mit Gold gefärbt. Allerdings erhielt man damit nicht eine goldenen sondern eine rote Farbe.

Damals wusste man nur noch nicht, dass die Ursache für die Färbung Goldnanopartikel sind. Inzwischen kann man sie herstellen und durch die Größe der Partikel kann man sogar die Farbe beliebig verändern. Die Nanotechnologie wird also schon seit Jahrhunderten genutzt, aber damals war man sich dessen nicht bewusst (weitere Informationen).

Bei der Herstellung von Nanopartikeln stößt man auf das Problem, dass die Goldteilchen sofort mit anderen Teilchen zu immer größer werdenden Stücken verklumpen. Die Stabilität kann man stark verbessern, indem man an die Goldteilchen Liganden (Bindungspartner) anknüpft (Quelle).

 

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Goldige Computer

In der Entwicklung bei Computern spielen Goldnanopartikel inzwischen eine große Rolle. Forscher haben herausgefunden, dass auf einer DVD die Speicherkapazität um das 10.000 fache erhöht werden kann. Im „Multiplexed Optical Recording“-Verfahren werden Goldpartikel in Nanometergröße verwendet. Daran sowie an vielen weiteren Einsatzmöglichkeiten wird bisher noch geforscht (Quelle).


Vergoldete Medikamente: Einsatz in der Medizin

In vielen Bereichen der Medizin spielen Goldnanopartikel eine große Rolle. Seit vielen Jahren werden die Teilchen in Schwangerschaftstests eingesetzt. Auf den Teststreifen befinden sich außer Goldteilchen auch Latexteilchen. Bei der Schwangerschaft wird ein bestimmtes Hormon freigesetzt, durch welches die Latexteilchen und die Goldnanopartikel verklumpen. Diese größeren Verbindungen zeigen einen rosa Fleck auf dem Teststreifen, welcher das positive Ergebnis zeigt (Quelle).

Auch bei der Untersuchung und dem Nachweis von Krebszellen helfen Goldpartikel. Die Nanoteilchen werden mit verschiedenen Massen die Polymere enthalten überzogen und zu den zu prüfenden Zellkulturen gebracht. Dort wechselwirken die Goldpartikel unterschiedlich stark mit der Zelloberfläche. Kommt es zu einem engen Kontakt, werden die Polymere freigesetzt. Da diese im ungebundenen Zustand fluoreszieren können Ärzte durch Art und Ausmaß des Leuchtens zwischen verschiedenen Krebsarten unterscheiden. Weiterhin können sie feststellen, ob die Zellen zum Primärtumor gehören oder von Metastasten stammen (Quelle).

Bei der Heilung von schweren Krankheiten wie Krebs oder Aids wollen Forscher neue Medikamente mit Hilfe von Goldnanopartikeln entwickeln. Dabei wird die Schmelztemperatur der Nanopartikel genutzt. Durch Infrarotlicht (Wärmestrahlung) schmelzen die Goldteilchen und können eingeschlossene Medikamente freisetzen. So kann man erreichen, dass die Medikamente zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort im Körper freigesetzt werden. Möglich wäre es, durch unterschiedliche Nanostrukturen die Goldteilchen bei unterschiedlichen Frequenzen des Infrarotlichts zum Schmelzen zu bringen. Damit könnte man mehrere verschiedene Präparate verabreichen und zu unterschiedlichen Zeitpunkten freisetzen (Quelle).

 

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