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NORA 

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Chancen und Risiken

Als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts erscheint das ökonomische Potenzial der Nanotechnologie unerschöpflich. Deshalb sollte für uns ein verantwortungsvoller Umgang mit dieser Zukunftstechnologie selbstverständlich sein.

NORA ist eine Kooperation von Forschern aus Wissenschaft und Industrie. Unsere Untersuchungen mit Nanomaterialien führen wir durch, um die biologische Wirkung und die möglichen Belastungen am Arbeitsplatz während der Herstellung besser analysieren zu können. Dadurch lassen sich mögliche Risiken besser abschätzen. Auch ist es uns wichtig, unsere Forschungsergebnisse mit Politikern, Journalisten, Gewerkschaften und Gesellschaftsgruppen zu kommunizieren. Wir haben festgestellt, dass die breite Öffentlichkeit bisher wenig Interesse an dieser neuartigen Technologie  bekundet hat, um sich eine Wissensbasis über mögliche Folgen der Verwendung von Nanomaterialien anzueignen. Deshalb stehen wir gerne  für jegliche Fragen zur Verwendung von Nanomaterialien und –produkten zur Verfügung.

 

Derzeit gibt es  in Deutschland  rund 750 Unternehmen die im Bereich der Nanotechnologie tätig sind. Etwa die Hälfte der Unternehmen sind auf die Herstellung von Nanoprodukten spezialisiert, 40 % wenden sich der Forschung und Entwicklung zu. Etwa 80% der Unternehmen sind kleinere bis mittelständige Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten.

Unser Unternehmen sowie die große Mehrheit der Nanounternehmen rechnen zukünftig mit einem steigenden Umsatz und Mitarbeiterzahlen sowie weiteren Forschungsinstituten im Bereich der Nanotechnologie. 

 

Abbildung: Weltmarktvolumen von Produkten mit Nanokomponenten

 

Der Risikobegriff

Bevor neue Produkte auf den Markt gelangen, werden bestimmte Risiken für Mensch und Gesundheit von dem Hersteller abgeschätzt. Hierbei wird zum einem das Gefährdungspotenzial, das sich aus den verschiedenen Materialien ergibt, und zum anderen die Exposition, also das Ausgesetztsein von Mensch und Natur mit solchen Materialien, abgeschätzt. Ob eine Substanz als gefährdend eingestuft wird, hängt von den Faktoren, wie Menge, Konzentration und Struktur eines bestimmten Stoffes ab. Deshalb ist es uns wichtig, die Eigenschaften unserer Nanoprodukte zu kennen, um am Arbeitsplatz ein mögliches Risiko auszuschließen. Dieses Ziel hat sich NORA gesetzt und ist daher auch auf unsere Herstellung von den vielseitigen Nanomaterialien und –produkten zu übertragen. Unsere Produkte sind eine besondere Form von Chemikalien und fallen unter die bestehenden gesetzlichen Reglungen der Chemikalien-, Medikamenten-, Lebensmittel-, Kosmetik-, und Waschmittelverordnungen. Desweiteren beschäftigt sich NORA nicht nur mit der reinen Nutzung der diversen Anwendungsmöglichkeiten der Nanotechnologie, sondern zusätzlich mit möglichen potenziellen Risiken für Mensch und Umwelt. Diese werden daher bei uns im Kleinsten geprüft und abgeschätzt.

In nachfolgender Tabelle werden mögliche Risiken und Chancen der Nanotechnologie in den verschiedenen Anwendungsgebieten dargestellt:

 

 

Chancen der Nanotechnologie

Menschliche Gesundheit

v  Neue Therapiemethoden für unheilbare Krankheiten z. B. in der Hyperthermie (Krebstherapie)

v  Neue Wirkstoffe

v  Molekulare Krebsfrüherkennung

v  Herstellung von biokompatiblen Implantaten

v  Nano-Kontrastmittel

v  Biosensoren

v  Neue Medizinmaterialien zur Schaffung von Schnittstellen zwischen dem Nervensystem und Prothesen

v  Organersatz durch Tissue-Engineering (Gewebezüchtung)

v  Gezielte Medikamentenapplikation und hierdurch geringere Nebenwirkungen

Unternehmen

v Kosteneinsparungen durch Effizienz in der Produktgestaltung

v Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und Erschließung neuer Märkte

v Erschließung neuer Berufsfelder und Arbeitsplätze

v Schnellere Datenverarbeitung

Energie und Umweltschutz

v Innovationen im Energiesektor, umweltschonende Verfahren der Energiegewinnung, -speicherung und Energienutzung

v Einsparung von Stoff- und Energieströmen und dadurch effizientere Produktgestaltung

v Billige Solarzellen z. B. Farbstoffsolarzellen für Fassadenwände oder Polymersolarzellen, Dünnschichtsolarzellen

v Einsatz von Mikrobrennstoffzellen und Abgaskatalysatoren

 

Risiken der Nanotechnologie

Menschliche Gesundheit

v Gefährdung der Verbraucher durch unzureichend geprüfte Nanoprodukte

v Aufnahme von Nanopartikeln lässt sich nicht plausibel beurteilen, denn diese ist abhängig von Konzentration, Menge, Größe und Struktur der Nanopartikel

Unternehmen

v Keine Versicherbarkeit der Risiken

v Wandel des Meinungsbildes bei Negativschlagzeilen.

Energie und Umweltschutz

v Unsicherheit über das Langfristverhalten in der Umwelt z. B. Anreicherung in der Nahrungskette, Beeinträchtigung ökologischer Kreisläufe

 

Quellen:

http://www.sparklingscience.at/de/projekte/401-nanomaterialien-chancen-und-risiken-einer-neuen-dimension/

http://www.nanopartikel.info/cms/Projekte/NanoCare

Nanobuch Nano! Nutzen und Visionen einer neuen Technologie.

Bundesministerium für Bildung und Forschung nano DE-Report, Status Quo der Nanotechnologie in Deutschland, Berlin 2009.

 

 

 

 

 

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