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NORA 

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Nanomaterialen kommen in der Lebensmittelbranche zum Einsatz, als Rieselhilfen in Tütensuppen, antibakterielle Silberpartikel in der Frischhaltedose und als winzige Kapseln für die bessere Resorption von Inhaltsstoffen. Nach Schätzungen sind weltweit bereits 150-600 Nanolebensmittel auf dem Markt. NORA und ihr Kooperationspartner Lucy’s Diner entwickeln und testen vielfältige Anwendungsformen. Wir stellen Nanopartikel entweder direkt als Verarbeitungshilfen und Lebensmittelzusatzstoffe oder als Nano-Verkapselungen her. Der Vorteil ist: Durch unsere Nano-Produkte werden Geschmacks- und Farbstoffe intensiviert und der Verarbeitungsprozess beschleunigt, so dass die Kosten für Inhaltsstoffe und Verarbeitung gesenkt werden können. Zur Veranschaulichung der Anwendungen unserer Nanoprodukte empfehlen wir Ihnen folgenden Film: http://www.planet-wissen.de/natur_technik/forschungszweige/nanotechnologie/nanotech_food.jsp.

 

Nanopartikel als Verarbeitungshilfen und Lebensmittelzusatzstoffe

Unser nanoskaliges Siliciumdioxid beispielsweise kommt in pulverförmigen Lebensmitteln wie Salz, Tütensuppen, Instantgetränkepulver, Gewürzmischungen, Gemüsepulver, Molkepulver, Eipulver, Puderzucker und Kaffeeweißer als Rieselhilfe zum Einsatz. Es verhindert die Verklumpung des Produktes, indem es die Feuchtigkeit bindet. Im Ketchup wird die Zähflüssigkeit durch Siliciumdioxid erhöht. Auch Titandioxid, als ein gängiges Mittel zum Bleichen und Aufhellen von Süßwaren, Käse und Soßen, hat eine hohe Absatzrate.

 

Nano-Verkapselung

Ein weiterer Forschungsbereich von NORA ist die Nano-Verkapselung, die Verpackung von Wirkstoffen in nanogroße (10 bis 100 nm) Kapseln. Die winzigen Kapseln, auch Mizellen genannt, bestehen aus Fettmolekülen und sind amphiphil, das heißt die äußere Seite ist wasserlöslich und die Innenschicht fettlöslich. Sie haben einen durchschnittlichen Durchmesser von 30 nm und erlauben so den Einbau einer großen Anzahl aktiver Stoffe, wie bspw. Vitamine, Konservierungsstoffe, essentielle Fettsäuren und Lebensmittelfarbstoffe. Unsere Nanokapseln findet man vor allem im Functional Food, d.h. in einem Essen, welches künstlich mit Vitaminen und Nährstoffen angereichert wird. Hier besteht auch eine große Chance für Entwicklungsländer, die durch den höheren Vitamingehalt einer Mangelernährung vorbeugen können. Die Wirksamkeit der Nanokapseln im Functional Food beruht auf Konservierung der Lebensmittel und Verbesserung der Bioverfügbarkeit, also der Menge des Nähstoffs, die tatsächlich aus dem Lebensmittel in den Körper aufgenommen und für diesen verfügbar gemacht wird. Nano-Partikel in Mizellen können außerdem den Magen passieren ohne von der Magensäure zerstört zu werden. Dadurch werden sie gezielt im Dünn- oder Dickdarm resorbiert.

 

Nanoverpackungen

Neben den eigentlichen Nanopartikeln in Lebensmitteln beschäftigt sich unsere Firma auch mit Nanoteilchen in Verpackungen. Nano-Verpackungen wiegen weniger und garantieren eine längere Haltbarkeit der Lebensmittel. Dazu werden die Eigenschaften der Verpackungen häufig so verändert, dass Gase und Flüssigkeiten weder ein- noch austreten können. Ein Beispiel wären unsere Nano-Plättchen aus Siliciumdioxid, welche in Verpackungsfolien eingearbeitet werden und so das Eindringen von Sauerstoff verhindern. Auch hat NORA Nano-Kohlenstoffröhrchen entwickelt, die Sauerstoff oder Kohlenstoffdioxid aus der Packung befördern, da diese zum Verderben der Lebensmittel beitragen. Eine weitere Möglichkeit die Haltbarkeit von Produkten zu verlängern sind Nano-Verpackungen, die Chemikalien freisetzen und somit direkt mit den Inhaltsstoffen interagieren. Diese Verpackungen enthalten z.B. nanogroße antibakterielle Substanzen und Antioxidationsmittel. Durch den Zusatz von Geschmacks- und Geruchsstoffen, die in Verpackungen eingearbeitet und in die Lebensmittel und Getränke abgegeben werden, können zusätzlich Geschmack und Geruch erheblich verbessert werden. In vielen Fällen enthalten unsere Nano-Verpackungen einen Überprüfungsmechanismus, wodurch die Freisetzung von Chemikalien als Reaktion auf einen bestimmten Impuls erfolgt.

Neben Verpackungen, die Chemikalien gezielt abgeben, gibt es welche in denen Nanomaterialien enthalten sind, die vor UV-Licht schützen oder als antibakterieller Wirkstoff fungieren. Um Schäden durch eindringendes UV-Licht bei durchsichtigen Verpackungen zu reduzieren, entwickelten wir mit unserem Kooperationspartner Knemaplast einen Kunststoff mit Zusatz aus Nano-Titandioxid. Für Produkte mit antibakterieller Wirkung verwenden wir häufig Silber-Nanopartikel, aber auch Nano-Zinkoxid und Nano-Chlordioxid. Nano-Siliciumdioxidpartikel wirken desinfizierend und schmutzabweisend.

Unsere Nanoverpackungen helfen mit beim Klimaschutz, wie wir durch Testverfahren nachweisen konnten, haben PET (Polyethylenterephthalat)-Flaschen mit synthetischen Nanokomponenten im Vergleich zu Aluminiumdosen und Einweg-Glasflaschen eine günstigere CO2-Bilanz. So verursacht die Nano-Flasche fast ein Drittel weniger des Treibhausgases als die Aludose und 60% weniger als die Glasflasche.

 

Aktuelles zu Nano-Produkten in der Lebensmittelbranche

Kürzlich konnten in unserem Haus zwei Forschungsschwerpunkte zu Nano-Lebensmitteln fertiggestellt werden:

Es gelang uns mit Hilfe eines Titandioxidüberzuges einem grauen Überzug bei Schokoladenriegel bei längerer Lagerung vorzubeugen. Zudem schmilzt die Schokolade durch den Nanobezug weder in der Hand noch in der prallen Sonne.

Unseren NoraSOL Mizellen konnten auch die Fleischindustrie überzeugen. Bei der industriellen Fertigung und Konservierung von Wurst- und Fleischwaren werden eine Vielzahl von Zusätzen genutzt, um die Produktion zu beschleunigen, die Farbstabilität zu gewährleisten und den Geschmack zu verbessern. Mit Hilfe der NoraSOL Mizellen gelingt eine schnellere Verarbeitung, die Farbe wird stabil gehalten und die Zutaten können aufgrund der besseren Bioverfügbarkeit in geringen Mengen zugesetzt werden und dadruch wird die Produktion billiger. Zudem liefern wir die NoraSOL Mizellen gebrauchsfertig in flüssiger Form, so dass ihre Anwendung sehr einfach ist.

 

Unsere Nanoprodukte für Lebensmittel im Überblick:

Produktkategorie

Nano-Inhalt

Zweck

 

 

Lebensmitteltransport

 

 

Nano-Kapseln

 


Bessere Aufnahme aktiver Inhaltsstoffe in Zellen und Organen durch Einschluss in Nanokapseln (Einsatz bei Functional Food)

 

 

 

Nahrungsergänzungsmittel

 

 

300 nm Eisenpartikel

 


Eisenpartikel in Nanogröße sind reaktiver und besser biologisch verfügbar

 

 

 

Nahrungsergänzungsmittel

 

 

Nano-Zinkoxid

 


Kannbeispielsweise für Mineralzubereitungen genutzt werden

 

 

 

Nahrungsergänzungsmittel

 

 

Vitamin E Nano-Lösung auf Grundlage von NoraSOL

 


Ermöglicht die Zusetzung von Vitamin E zu Getränken, ohne dass dadurch Farbe oder Geschmack beeinträchtigt werden

 

 

Lebensmittelverarbeitungshilfe

 

Nano-Siliciumdioxid

 

Rieselhilfe für pulverförmige Inhaltsstoffe

 

 

Lebensmittelverarbeitungshilfe

 

Nano-Titandioxid

 

Bleichen und Aufhellen von Süßwaren, Käse und Soßen

 

 

Lebensmittelverarbeitungshilfe

 

Nano-Titandioxid

 

Schutz vor Ergrauung der Schokolade

 

 

Lebensmittelverarbeitungshilfe

 

NoraSOL Mizellen

 

Konservierung und Geschmacksverstärker bei Wurst- und Fleischwaren

 

 

Zusatzstoff

 

Nano-Silberpartikel,
Nano-Zinkoxid,
Nano-Chlordioxid,
Nano-Siliciumdioxid

 

 

antibakterielle Breitbandwirkung

 

 

Zusatzstoff

 

Nano-Titandioxid

 

Schutz vor UV-Strahlung

 

 

Verpackungsmaterial

 

Nano-Siliciumdioxid in einem Nanokomposit auf Polymerbasis

 

Längere Produkthaltbarkeit durch Verhinderung des Gasaustauschs

 

 

Verpackungsmaterial

 

Nano-Kohlenstoffröhrchen

 

Beförderung von Sauerstoff oder Kohlenstoffdioxid aus der Packung

 

 

 

 

Quelle:

BUND – Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (2008): Endstation Mensch. Aus dem Labor auf dem Teller. Die Nutzung von Nanotechnologie im Lebensmittelsektor.

Planet Wissen (2010): Interview: Nanopartikel in Lebensmittel. Unter: http://www.planet-wissen.de/natur_technik/forschungszweige/nanotechnologie/interview_vengels.jsp. Aufgerufen im November 2010.

Verbraucher-Tipps (2009): Nano drin? Nano-Material in Lebensmitteln. Unter: http://www.wolbeck-muenster.de/verbraucher%11tipps/computer-und-internet/nano-drin?-nano%11material-in-lebensmitteln-200902163760/. Aufgerufen im November 2010.

 

 

 

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